Künstlernothilfe

Ilse Kubaschewski Stiftung

Die Ilse Kubaschewski Stiftung sowie die gemeinnützige GmbH DIVINA, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Stiftung, unterstützen mit der Künstlernothilfe hilfsbedürftige Künstler der darstellenden Kunst. Hauptfokus der Stiftung liegt auf der Erhaltung einer selbstständigen, den beruflichen Erfordernissen Rechnung tragenden Lebensführung. Hierfür soll Unterstützung gewährt werden um vor allem älteren Personen zu ermöglichen, in ihrer Wohnung weiterzuleben und versorgt zu werden.

Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Wer kann finanzielle Unterstützung erhalten?

Voraussetzung für die Gewährung einer finanziellen Unterstützung ist,

  • dass es sich bei der zu unterstützenden Person um einen Künstler der darstellenden Kunst handelt und
  • dieser in Folge seines körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen ist oder dessen Bezüge nicht höher sind als das Vierfache der Regelsätze der Sozialhilfe. Bei Alleinstehenden oder Alleinerziehenden tritt an die Stelle des Vierfachen das Fünffache der Regelsätze.

Letzteres wird als wirtschaftliche Hilfsbedürftigkeit bezeichnet. Sie ist nicht anzunehmen wenn die betreffende Person Vermögen hat, das zur nachhaltigen Bestreitung ihres Unterhaltes ausreicht, und es der Person zugemutet werden kann, es dazu zu verwerten. Als ausreichendes Vermögen ist hierbei ein Vermögen mit einem Verkehrswert von mehr als € 15.500 pro Haushaltsangehörigem anzusehen. Hierbei bleiben Hausrat, Gegenstände mit einem besonderen persönlichen Erinnerungswert und ein angemessenes Hausgrundstück außer Ansatz.

Bei Personen, deren wirtschaftliche Lage aus besonderen Gründen zu einer Notlage geworden ist, dürfen die Bezüge die genannten Grenzen übersteigen.

Folgende bundeseinheitliche Regelbedarfsstufen (RBS) werden dabei unterschieden: 

  • Regelbedarfsstufe 1:
    Für jede erwachsene Person, die in einer Wohnung nach § 42a Absatz 2 Satz 2 SGB XII lebt und für die nicht Regelbedarfsstufe 2 gilt.
  • Regelbedarfsstufe 2:
    Für jede erwachsene Person, wenn sie in einer Wohnung nach § 42a Absatz 2 Satz 2 SGB XII mit einem Ehegatten oder Lebenspartner oder in eheähnlicher oder lebenspartnerschaftsähnlicher Gemeinschaft mit einem Partner zusammenlebt.
  • Regelbedarfsstufe 3:
    Für eine erwachsene Person, deren notwendiger Lebensunterhalt sich nach § 27b SGB XII bestimmt.
  • Regelbedarfsstufe 4:
    Für eine Jugendliche oder einen Jugendlichen vom Beginn des 15. bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.
  • Regelbedarfsstufe 5:
    Für ein Kind vom Beginn des siebten bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres.
  • Regelbedarfsstufe 6:
    Für ein Kind bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres.

Zur Deckung der Regelbedarfe, die sich nach den Regelbedarfsstufen (RBS) ergeben, werden monatliche Regelsätze gewährt. Die Höhe der Regelsätze beträgt ab 01.01.2019:

RBS 1* = 424 €
RBS 2 = 382 €
RBS 3 = 339 €
RBS 4 = 322 €
RBS 5 = 302 €
RBS 6 = 245 €

* Bei einem Alleinstehenden oder Alleinerziehenden beträgt die Grenze der monatlichen Bezüge das Fünffache des jeweiligen Regelsatzes (entspricht bei RBS 1 € 2.120). Für Haushaltsangehörige gilt eine Bezugsgrenze des jeweils vierfachen Regelsatzes (entspricht bei RBS 1 € 1.696).

Ausnahme der Regelsätze ab 01.01.2019 für Anspruchsberechtigte/Empfänger von Sozialhilfe/Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nur im Bereich der Landeshauptstadt München und des Landkreises München:

RBS 1* = 445 €
RBS 2 = 401 €
RBS 3 = 355 €
RBS 4 = 337 €
RBS 5 = 314 €
RBS 6 = 255 €

* Bei einem Alleinstehenden oder Alleinerziehenden beträgt die Grenze der monatlichen Bezüge das Fünffache des jeweiligen Regelsatzes (entspricht bei RBS 1 € 2.225). Für Haushaltsangehörige gilt eine Bezugsgrenze des jeweils vierfachen Regelsatzes (entspricht bei RBS 1 € 1.780).

Selbstverständlich sind bei allen Haushaltsangehörigen auch deren eigene Einkünfte anzugeben und anzurechnen.

Wie errechnen sich die eigenen Bezüge?

Bezüge sind

  • Bei Arbeitnehmern die Bruttoeinnahmen aus Vereinfachungsgründen gemindert um insgesamt 180 € im Kalenderjahr (es sei denn, es werden höhere Aufwendung, die in wirtschaftlichem Zusammenhang mit den entsprechenden Einnahmen stehen, nachgewiesen)
  • Bei Personen mit freiberuflicher Tätigkeit der Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben
  • Bei Rentnern der gesamte Rentenbetrag, unabhängig davon, ob er steuerpflichtig ist oder nicht bei Pensionären der gesamte Pensionsbetrag gemindert um nachgewiesene Werbungskosten (nicht Werbungskostenpauschale)
  • Bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung der Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben
  • Bei Einnahmen aus Kapitalvermögen (Zinsen, Dividenden etc.) der Bruttobetrag gemindert um nachgewiesene Werbungskosten (nicht Werbungskostenpauschale) Zu berücksichtigen sind ferner auch mildtätige Zuwendungen von weiteren Institutionen, z. B. von der Filmkünstlernothilfe.

Da die vorstehend aufgeführten Bezüge zum Teil als Jahresbezüge ermittelt werden, sind sie bei der Prüfung, ob die oben angeführten Grenzen erreicht sind, in Monatsbezüge umzurechnen.

Wie hoch darf die Unterstützung sein?

Die Unterstützung darf in der Regel nicht höher sein als der Differenzbetrag zwischen den zur Ermittlung der wirtschaftlichen Hilfsbedürftigkeit genannten Bezugsgrenzen (das Vierfache bzw. Fünffache der Regelleistung der Sozialhilfe) und den eigenen Einkünften und Bezügen.

Beispiel:
Ein Alleinstehender hat eigene Einkünfte und Bezüge in Höhe von monatlich € 900. Das Fünffache des Regelsatzes RBS 1 beträgt € 2.120 monatlich. Die Zuwendung kann somit bis zu € 1.220 (€ 2.120 abzüglich € 900) monatlich betragen.

Kontakt / Stiftung:

Ilse Kubaschewski Stiftung

Forum am Hirschgarten
Friedenheimer Brücke 29
80639 München


  Telefon: 089 55222-0
 Fax: 089 55222-199

Kontakt

„Wer sich seines Erfolgs und Glücks in seinem Leben bewusst ist, weiß auch, dass andere nicht im gleichen Maß begünstigt sind und Hilfe benötigen.“

Ilse Kubaschewski, Gründerin der Ilse Kubaschewski Stiftung

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